Rio Bravo,1958

“Rio Bravo” (1958) ist der klassische Western von Howard Hawks, der sich wohl in allen Genres aufnehmen lässt, und oft selbst die Meisterwerke geschaffen hat. Das ist ein dramatischer Western, der als die Hollywoodklassik für den “Oskar” nominiert wurde. Er ist nach dem superpopulären Roman vom geheimnisvollen B. Traven sofort nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedreht, bisschen später, als der legendäre „ Red River“ (1948), und erinnert sehr an Chaplins‘ “Goldrausch”. Es scheint, dass niemand wirklich die Bedeutung der Initialen „ B „ weiß, wie der Autor, der sich hinter einem Pseudonym “Traven” versteckt, heißt, ob er selbst in gefährlichen Abenteuern, die in seinen Abenteuerromanen beschrieben sind, teilgenommen hat, oder er alles am Schreibtisch erfunden hat.

Ist “Rio Bravo” ein Meisterwerk? Wahrscheinlich ja, und nicht nur, weil der Film, einerseits, wie das Fazit der Entwicklung des Genres in der ersten Hälfte des XX. Jahrhunderts gezogen hatte und von den jungen Regisseuren gefordert hatte, die Rahmen der Genres auseinanderzurücken. Der Hollywoodwestern befand sich, wirklich lange Zeit im Verfall, dafür ist unerwartet in Europa aufgeblüht. Von anderer Seite hat der Film in die zweistündige, dramaturgisch geladene Handlung alle wesentliche und wohl alles möglichen Peripetien der Cowboysaga untergebracht. Wahrscheinlich handelt es sich darum, dass alle Erwartungen der Zuschauer von der Hawks‘ Mannschaft auf der Höhe des höchsten Kunstflugs verwirklicht sind. In anderen Worten ist alles auf der feinen Linie zwischen der Kunst und Kitsch aufgebaut und von der nicht selbsteinflussreichen Ironie gewürzt. Eben die Ironie errichtet den Film auf das Niveau der Klassik.

Die Fabel ist einfach und gut bekannt: das kleine Städtchen auf dem Wildwest beschützt von der Mannschaft des alten Sheriffs und terrorisiert von der Bande des lokalen Verbrechers. Die Fabel entwickelt sich in zwei Richtungen: Einerseits, wir beobachten den harten Weg zum schwierigen Glück des Sheriffs und einer Blonde, wir lachen den Mätzchen und dem Brummen des alten Invaliden, und parallel empfinden wir mit den mühsamen Qualen des Betrunkenen mit. Anderseits empfinden wir mit dem ungleichen Kampf “einiger guten Burschen” mit einer ganzen Armee der Banditen mit. Abgesondert sind die Schauspieler und ihre Charaktere beachtlich. Im Film gibt es keine wahnsinnigen Bösewichte. Manche sind ein bisschen exzentrisch, aber nicht die Psychopathen. Es gibt sogar die gekünstelten, galanten und gebildeten handelnden Personen. Sie sind die Menschen gegebener Zeit und leben nach ihren Gesetzen. Ihre Motivationen sind real und verfolgen die erreichbaren Ziele, aber zur gleichen Zeit eigen ihren Charakteren das Mitgefühl, die Großzügigkeit, das Humorgefühl und das Charisma.

Der Film ist von der schnellen und häufigen Reihenfolge der lyrischen, humoristischen und Kampfepisoden geschickt fertig montiert, betont genau die Hauptideen, ist von den Hollywoodsternen der Jahrhundertmitte gut aufgeführt und meisterhaft gespielt, ist so verordnet, dass er sowohl die Neulinge, als auch die erfahrenen Zuschauer befriedigt. Der Film ist von allem prächtig: von der Regie, dem Drehbuch, der Arbeit der Schauspieler und der Auslese der Musik.

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